Pilze wachsen überall Der Mensch ist nicht allein - auf ihm und in ihm leben unsichtbar für das bloße Auge Milliarden von Kleinstlebewesen. Einige sind ihm nützlich, beispielsweise verdauungsunterstützende Darmbakterien oder Milchsäurebakterien in der Scheide. Andere schädigen ihn, beispielsweise Erkältungserreger oder Pilze. Pilze sind überall in und auf dem Körper zu finden. Solange der Mensch gesund ist, richten sie keinen Schaden an, denn das Immunsystem wird locker mit ihnen fertig. Gibt es aber plötzlich irgendwo ein Ungleichgewicht oder Veränderungen, die das Pilzwachstum begünstigen, dann ergreifen sie ihre Chance. Im Handumdrehen vermehren sie sich. Haben Pilze sich erst einmal festgesetzt, dann sind sie extrem hartnäckig und müssen sorgfältig therapiert werden. Pilze lieben es feuchtwarm. Und genau da setzen sie sich auch beim Menschen fest. Häufige Erkrankungsregionen sind die Füße- und in der Folge die Fußnägel, der Genitalbereich, Mund, Haut, Darm oder Lunge. Aber es gibt praktisch keine Stelle des Menschen, auf dem Pilze sich nicht vermehren könnten. Denn die Familie der Pilze ist groß und ihre einzelnen Mitglieder sind gut an unterschiedliche Umgebungen angepasst. Deshalb sollte man ihnen so wenige Angriffsflächen wie möglich liefern.
So können Sie sich schützen - Haut nach dem Duschen oder Baden immer sorgfältig abtrocknen, besonders zwischen den Zehen oder in Hautfalten. - Füße sorgfältig pflegen: Schwitzende Füße mit austrocknender Creme behandeln, trockene Haut regelmäßig eincremen, Pilze setzen sich gerne in Hautrissen fest. - Baumwollsocken tragen. Synthetikstrümpfe oder Strümpfe mit hohem Synthetikanteil vermeiden - Schuhe aus atmungsaktivem Material tragen, damit die Füße nicht zu stark schwitzen. - Schuhe beim Schuhkauf stets mit – möglichst eigenen – Socken anprobieren. - In Schwimmbädern, Saunen, Sportstudios, Hotelzimmern etc. nicht barfuß laufen. - Socken und Unterwäsche tragen, die sich auch bei 90° waschen lassen. - Zur täglichen Hautreinigung möglichst pH-neutrale Produkte verwenden, die den Säureschutzmantel der Haut nicht angreifen. - Im Intimbereich keine Seife verwenden - Gesunde, ausgewogene ballaststoffreiche Ernährung, wenig Zucker und Weißmehlprodukte |