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Es ist wieder so weit – Pollensaison! Harte Zeiten für Allergiker: Die Pollensaison hat begonnen. Sie quält mehr als jeden fünften Deutschen, weitere Millionen plagen sich mit anderen Allergien herum. Tun Sie etwas dagegen, denn auf Dauer richten unbehandelte Allergien nachhaltigen Schaden und können beispielsweise, wie bei Heuschnupfen, zu Asthma führen. |
Obwohl Pollen eigentlich ganz harmlose, natürliche Stoffe sind, lösen sie bei Allergikern heftige allergische Reaktion aus. Ihr Immunsystem stuft sie als gefährlich ein und antwortet mit einer überschießenden Reaktion. Wogegen eine Allergie besteht, kann ein Allergologe testen und anschließend verschiedene Möglichkeiten der Behandlung vorschlagen.
Den Allergenen auf der Spur Um herauszufinden, was den Patienten quält, kann der Arzt verschiedene Tests anwenden. • Intrakutantest (Prick-, Reibe-oder Scratchtest): Die möglichen Allergene werden auf die Haut aufgetragen und eingebracht. Je stärker die Rötung oder die Quaddeln, umso stärker die allergische Reaktion. • Pflaster- oder Epikutantest: „epikutan“ bedeutet „auf der Haut“ – ein wichtiger Test für Aufschlüsse in Richtung Kontaktallergien (typische Beispiele sind Schmuck und Kosmetikallergien). Dabei werden die Substanzen mit Spezialpflastern aufgeklebt. Nach zwei bis drei Tagen kommen sie runter – und je nach Rötung, Schwellung sowie Juckreiz zeigt sich die Stärke der Allergie. • Provokationstest: Die gewollte Auslösung einer Allergie – hart aber aufschlussreich! Die vermutete Allergien auslösende Substanz wird unter medizinischer Bewachung verabreicht. Bei Heuschnupfen etwa in Form von Augen- oder Nasentropfen mit den Allergenen. Asthmatiker wiederum müssen die Teststoffe inhalieren, Nahrungsmittelallergiker auf nüchternen Magen einnehmen. Vorteil: Die Auslösung der allergischen Symptome und deren Verlauf können sehr gut beobachtet werden. Heuschnupfentherapie Hat der Hausarzt dann die Übeltäter ermittelt, gibt es verschiedene Möglichkeiten gegen einen Heuschnupfen vorzugehen. • „Hyposensibilisierung“ oder „Allergie-Impfung“ ist ein Weg, die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Dabei werden die allergenen Stoffe über einen gewissen Zeitraum in ansteigender Dosis injiziert, damit der Organismus lernt, diesen Allergenen zukünftig nicht mehr zu bekämpfen. Das wird in der Regel über zwei bis drei Jahre in der pollenfreien Zeit wiederholt. Einige Heuschnupfenpatienten sind nach der Behandlung fast beschwerdefrei, bei anderen verringern sich zumindest die Symptome. • Die einfachste Methode, ohne rote Augen, Triefnasen und Co. davonzukommen, wäre „Allergenkarenz“, also die Kontaktmeidung mit Allergenen. Etwa durch einen Urlaub am Meer oder im Gebirge bzw. den Verzicht auf Outdoor-Aktivitäten während besonders pollenreicher Tage. Nicht ganz einfach, denn Pollen sind überall. • Vor allem bei akuten Anfällen verschaffen eine ganze Reihe moderner Medikamente Linderung. Nasensprays, Augentropfen, Tabletten (die nicht mehr müde machen!) helfen, den allergischen Alltag gut zu überstehen. Wichtig: abschwellende Nasentropfen nicht zu lange anwenden, da sie die Schleimhaut austrocknen. Wer Heuschnupfentabletten oder –sprays einnimmt, sollte sie während „seiner individuellen“ Pollensaison regelmäßig einnehmen.
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