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Anpfiff!
Noch zwei Tage, dann ist es soweit endlich soweit – in Johannesburg wird das erste Spiel der Fußball Weltmeisterschaft 2010 angepfiffen. Millionen Menschen weltweit werden das Spektakel verfolgen. Wir drücken allen Mannschaften die Daumen – und wünschen viele Tore und wenig Verletzte.
Fußball ist eine dynamische Sportart, die Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder stark beansprucht – das zeigen auch die Unfallstatistiken. Fast die Hälfte aller Freizeitsportverletzungen entsteht beim Kicken. Das liegt an den schnellen Richtungswechseln, den kurzen Sprints und abrupten Stopps. Zusammenstöße, Kämpfe um den Ballbesitz und das eine oder andere Foul erhöhen das Verletzungsrisiko zusätzlich. Dazu kommt, dass viele Amateure sich nicht richtig aufwärmen und ohne vernünftige Ausrüstung – schlechte Schuhe, kein Schienbeinschutz - auf den Platz gehen. Neben dem Bänderriss gehören Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen zu den häufigsten Folgen eines Fußball-Wochenendes. Die Erste-Hilfe bei Verletzungen lautet deshalb PECH!
• P wie Pause
Betätigung sofort einstellen, betroffene Stelle bzw. Extremität ruhigstellen.
• E wie Eis
Nach dem Unfall sofort und mindestens für 15 – 20 Minuten kühlen (Kältekissen, Eisbeutel, Umschläge oder Kältespray).
• C wie Compression
Mit einem elastischen, breitflächigen Kompressionsverband leichten Druck auf die betroffene Region ausüben.
• H wie Hochlagerung
Da es häufig zu Abschürfungen und blutenden Wunden durch Stürze kommt, gehört in die Erste-Hilfe Tasche auch alles, was zur Wundversorgung benötigt wird, wie Desinfektionsspray, Pflaster und Verbandmaterial, Schere und Pinzette. Bei Platzwunden gilt - nach der Erstversorgung zum Arzt, sie müssen oft genäht werden. Wer sicher sein will, dass er im Notfall alles richtig macht und beispielsweise einen Kopfverband korrekt angelegt, sollte seinen Erste-Hilfe-Kurs mal wieder auffrischen. Das kann im Zweifelsfall Leben retten. |